Richtig Heizen

Richtig Heizen mit Holz heißt rauch- und rückstandsfrei verbrennen. Entsteht Ruß oder dunkler qualmender Rauch, gefährden Sie Ihre Gesundheit und schaden der Umwelt. Richtig heizen verhindert Schadstoffe wie Dioxine und Feinstaub und bewahrt die Luftqualität!

Zeichen für eine saubere Verbrennung sind helle, hohe Flammen ohne sichtbaren Rauch sowie feine hellgraue Asche ohne Rückstände.

Zeichen für eine unsaubere Verbrennung sind dunkle, rußende Flammen, verrußte Sichtfenster, dunkle, grobe Asche sowie Rückstände von verkohlten Holzresten.

Richtig heizen gelingt mit dem richtigen Brennstoff. Trockenes Holz verbrennt sauber und effizient. Ideal sind trockene, klein gespaltene Holzscheiter die ausreichend Luftzufuhr erlauben. Füllmenge und die Regelung der Luftzufuhr Ihres Ofens entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung des Herstellers.

Holz braucht zwei Jahre um richtig zu trocknen, daher ist die Lagerzeit des Brennholzes sehr wichtig. Feuchtes Holz raucht stark und gibt fast keine Wärme ab!

Nicht für den Ofen geeignet sind unter anderem behandeltes Holz, Einwegkisten und Spannplatten, Altpapier, Kartons, Holzreste von Baustellen oder Tischlereien …. Vorsicht – behandeltes Holz (lackiert oder imprägniert), Plastik, Verpackungsmaterial, Spannplatten oder sonstiger Haushaltsabfall zu verbrennen, ist vom Gesetzgeber verboten und kann zum Verlust der Herstellergarantie führen!

Außerdem entsteht giftiger Rauch sowie mit Schadstoffen belastete Asche. Richtig anheizen beginnt mit dem Aufschichten der Holzstücke, ausreichendem Abstand von 1-3 cm, nie zu viel auf einmal! Kleine Holzscheiter, Späne und die Anzündhilfe drauflegen. Nun die Luftzugänge öffnen und die Anzündhilfe oben entzünden. Nach wenigen Minuten brennen helle, hohe Flammen. Wenn nur noch die Grundglut übrig ist, nachlegen oder die Luftzugänge zum Speichern der Wärme schließen.

Anzündhilfen wie sie am Markt erhältlich sind (z.B. in Wachs getränkte Holzwollstücke), sparen Zeit und Mühe. Papier ist zum Anzünden nicht geeignet, da bei der Verbrennung von Druckerschwärze und Beschichtungen Schadstoffe frei werden und die Asche den Luftzug behindert.

Richtig nachlegen heißt, erst wenn eine Grundglut (glühendes, entgastes Holz ohne sichtbare Flammen) vorhanden ist. Die hohen Temperaturen der Grundglut entzünden die neuen Holzscheiter schnell. Zum Nachlegen die Luftzufuhr öffnen und eine Lage Holz auf die Glut legen. Erst am Ende des Abbrands, wenn wieder eine Grundglut erreicht wurde, kann zum Speichern der Wärme die Luftzufuhr geschlossen werden. Die Beachtung der Bedienungsanleitung, Beratung durch Hersteller sowie durch Ihren Rauchfangkehrer ist unverzichtbar für den optimalen Betrieb

Asche richtig entsorgen –Holzasche enthält zwar Nähstoffe wie Phosphor und Kalium, ist aber kein optimaler Dünger. Ist die Asche dunkel oder weist Verbrennungsrückstände auf, sind gefährliche Stoffe enthalten, und die Asche muss als Abfall entsorgt werden. Nur ausgekühlte und glutfreie Asche in den Abfall geben. Grobe verrußte Asche belastet den Boden mit Schadstoffen. 70 Prozent der Dioxin- Emissionen sowie rund ein Viertel der Feinstaub-Emissionen in Österreich entstehen durch das Heizen! Richtig heizen hilft, diese giftige Stoffe zu reduzieren.

Denken Sie an die Menschen in Ihrer Umgebung!


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